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Herrenchiemsee Festpiele



Yeree Suh, Sopran

Ihr berufliches Debüt feierte die Sopranistin Yeree Suh 2003 mit René Jacobs bei den Innsbrucker Festwochen als Ninfa in Monteverdis Orfeo, einer Rolle, die sie 2004 für die Deutsche Staatsoper Berlin und 2007 für das Wiener Theater erneut darbot. Seit ihrem Debüt hat sie sich mit einem Repertoire von Stücken aus dem Barock und der Gegenwart international als eine der vielseitigsten und gefragtesten Gesangskünstlerinnen etabliert.

Ihre Ausbildung begann Yeree Suh bei Professor Hyunjoo Yun an der Staatlichen Universität Seoul, bevor sie ihre Studien dann an der Berliner Universität der Künste (mit einem Studium der Oper bei Professor Harald Stamm und einem Abschluss mit Auszeichnung) sowie bei Frau Professor Regina Werner-Dietrich in Leipzig und bei Professor Gerd Türk an der Schola Cantorum Basiliensis (Barockgesang) fortsetzte. Als erfolgreiche Konzertsängerin blickt Yeree Sun bereits auf viele eindrucksvolle Auftritte zurück, u. a. mit Andreas Spering (als Silvia in Haydns Die wüste Insel und Belezza in Händels Il Trionfo del Tempo e del Disinganno), mit Andrea Marcon und dem Venice Baroque Orchestra (Händels Apollo und Dafne), mit Philippe Herreweghe (Mendelssohns Ein Sommernachtstraum), mit Ton Koopman and dem DSO (Schütz, Die sieben Worte), mit René Jacobs (Madrigal von Monteverdi), zusammen mit Frieder Bernius und Masaaki Suzuki (Händels Der Messias), mit den Münchner Symphonikern (Orffs Carmina Burana und als Gretel in Hänsel und Gretel im Prinzregententheater in München) und dem Freiburger Bachorchester (Bruckners Messe in F-Moll). Die letzte Spielzeit beinhaltete landesweit stattfindende Aufführungen von Bachkantaten mit der Akademie für Alte Musik Berlin in Südkorea, eine Europatour mit Bachs Osteroratorium und ausgewählten Kantaten mit La Petite Bande und Sigiswald Kuijken, Bachs Weihnachtsoratorium mit dem spanischen Rundfunkorchester unter der Leitung von Rubén Dubrovsky sowie ein erneuter Auftritt am Theater Basel in Wolfgang Rihms Monolog der Ariadne.

Besondere Ehren erwarb sich Yeree Suh mit ihrer außergewöhnlichen Interpretation moderner Musik. So sang Yeree Suh die europäische Premiere von Matthias Pintschers with lilies white zusammen mit Kent Nagano an der Berliner Philharmonie sowie im Konzerthaus Dortmund und hatte bei modernen Projekten zahlreiche Auftritte mit dem Ensemble Modern unter der Leitung von Sian Edwards, dem Londoner Royal Philharmonic Orchestra beim Estoril Festival, mit dem Nieuw Ensemble bei der Biennale di Venezia, mit London Sinfonietta unter der Leitung von Baldur Brönnimann bei Settembre Musica sowie mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra und Ilan Volkov. Bei ihrem Debüt in New York mit dem Ensemble Intercontemporain und Susanna Mälkki bot Yeree Suh im Lincoln Centre Ligetis Mysteries of the Macabre und Unsuk Chins Akrostichon-Wortspiel dar. Zu ihren kürzlichen Opernauftritten gehören ihr Debüt als Almirena in Händels Rinaldo im Prager Nationaltheater, als La Musica in Orfeo mit Andrea Marcon am Theater Basel, mit Semele beim Pekinger Festival und Wiederaufführungen von Händels Rinaldo im Grand Théâtre der Stadt Luxemburg und in der Oper von Rennes.

Die Spielzeit 2010-2011 begann mit Pierre Boulez' Pli selon Pli gemeinsam mit den Bamberger Symphonikern und Jonathan Nott beim Berliner Musikfest im Rahmen der Feierlichkeiten anlässlich des 85. Geburtstages des Komponisten, ein Stück, das sie bereits bei der MusikTriennale sang. Es folgten die von Hanspeter Kyburz choreografierte Oper Outis mit dem Ensemble Intercontemporain in der Pariser Cite de la Musique, die Weltpremiere von Torsten Raschs Le Serpent Rouge mit dem BBC Symphony Orchestra und Unsuk Chins Akrostichon-Wortspiel, erneut mit dem Symphonieorchester der BBC in der Londoner Barbican Hall, Konzerte mit Alexander Liebreich als Stammkünstler beim Tongyeong Festival und Mahlers Symphonie Nr. 4 mit den Bamberger Symphonikern beim Edinburgh Festival.

Zu den Konzerthighlights in dieser Saison gehören George Benjamins A Mind of Winter mit Paavo Jaervi und dem Frankfurter RSO, eine Operettengala mit dem WDR Rundfunkorchester Köln, eine Tournee mit Mozarts Der Schauspieldirektor mit Concerto Köln, Bach und Mahler mit dem Basler Kammerorchester, Händels Der Messias mit dem Münchner Symphonieorchester, Jean Barraqués Sequence im Wiener Konzerthaus und Auszügenaus Pierre Boulez' Pli selon Pli mit Peter Rundel und dem Remix Ensemble in Porto. Im Frühjahr 2012 ist Yeree Suh bei der Aufführung der Weltpremiere eines neuen Stücks von Michael Jarrell in Genf zu hören.

Yeree Suhs Debütaufnahme - Musik der Hamburger Pfeffersäcke - mit dem Elbipolis Barockorchester stieß 2008 bei der Veröffentlichung auf große Begeisterung. Zu ihren weiteren Aufnahmen gehören die Belinda in Purcells Dido und Aeneas (Ambronay Éditions) unter der musikalischen Leitung von Leonardo Garcia Alarcon, Bachs Osteroratorium mit Sigiswald Kuijken und La Petite Bande, Werke von Judith Bingham (Resonus), Händels Dixit Dominus mit Pierre Cao und Bachkantaten für Solosopran (BWV52) sowie ausgewählte Kantaten.

 

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