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Herrenchiemsee Festpiele



Ulf Bästlein, Bassbariton

Bevor er sich dem Gesang zuwandte, studierte Ulf Bästlein Latein, Griechisch, Deutsch, Italienisch, Philosophie und Kunstgeschichte in Freiburg, Rom und Wien. 1989 promovierte er zum Dr. phil. als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Seine Dissertation befasst sich mit dem Verhältnis von Ton und Wort ("Notation mündlich vorgetragener Texte").

1983 begann der Bariton sein Studium 'Gesang' bei Prof. Albrecht Meyerolbersleben an der Musikhochschule in Freiburg, wo er 1987 ein Stipendium der hochschuleigenen Rosenberg-Stiftung erhielt und 1992 seine Ausbildung mit Auszeichnung abschloss. Er besuchte Meisterkurse bei Elisabeth Schwarzkopf, Leonore Kirschstein und Aldo Baldin.

1987 begann er seine Bühnenlaufbahn am Stadttheater Heidelberg, die ihn nach Augsburg, Hannover, Lübeck an die Staatsoper Hamburg und an das Teatro Massimo Palermo führte. Er sang u.a. den Papageno, den Grafen in LE NOZZE DI FIGARO, Guglielmo in COSI FAN TUTTE, Gobrias in BELSAZAR (Händel), den Zaren in ZAR UND ZIMMERMANN, den Dandini in LA ENERENTOLE sowie Eugen Onegin.

Gleichermaßen wichtig ist seine Konzerttätigkeit mit geistlichen Werken und Liederabenden, die durch Rundfunk- (SWF, NDR, BR, RB, ORF) und Fernsehaufnahmen (ARD und ZDF) dokumentiert ist. Ulf Bästlein gewann Preise bei verschiedenen Gesangswettbewerben (u.a. VDMK Berlin sowie Nürnberger Meistersängerwettbewerb).

Er sang in fast allen europäischen Ländern und ist häufiger Gast bei verschiedenen internationalen Musik-Festivals (u. a. Flandern-Musik-Festival (Belgien), Festival von Stresa (Italien), Schleswig-Holstein Musik Festival., Rheingau-Musik-Festival, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Ljubljana Festival). Sein breitgefächertes Repertoire reicht von Monteverdi, Bach, Händel, Mozart bis in den Bereich der zeitgenössischen Musik (etliche Uraufführungen u.a. mit Werken von Halffter, Döhl, Radulescu und Sollima). Ulf Bästlein sang unter Dirigenten wie Donald Runnicles, Christof Prick, Bernhard Klee, Jesus Lopez Cobos, Helmuth Rilling, Marcello Viotti, Bruno Weil, Jos van Immerseel, Frieder Bernius, Martin Haselböck und vielen anderen. Liederabende mit Michael Gees, Axel Bauni und Charles Spencer führten ihn in den letzten Jahren nach Italien, Frankreich, Slowenien sowie durch Deutschland, 2007 sang er Konzerte in Peking (China Conservatory), Teheran (Universität) und Moskau (Tschaikowski Konzert Halle). 2008 gab Ulf Bästlein die ersten beiden Bände der "Lieder von Anselm Hüttenbrenner" (Accolade Musikverlag) heraus.

Sein CD-Debut mit Heine-Vertonungen des 19. Jahrhunderts fand große Anerkennung in der Fachpresse. Weitere hochgelobte Einspielungen folgten: u.a. Schuberts 'Winterreise' (ars musici), Schubert: 'Nacht- und Todeslieder' (ars musici), 'Il Gedeone' von N. Porpora (mit der Wiener Akademie für cpo), 'Beethovens 9. Symphonie'(Dirigent: Jos van Immerseel für Sony Classical), 'Aci e Galatea' (Dirigent: Frieder Bernius für Orfeo), 'Weinlieder aus drei Jahrhunderten' ("Trunken müssen wir alle sein"), Schubert-Lieder nach Goethe-Texten (Naxos).

Im September 2004 erschienen eine CD mit Liedern nach Gedichten von Theodor-Storm (Klavier: Charles Spencer für Dabringhaus und Grimm), sowie Schumanns Dichterliebe' (Hänssler). Im Juli 2005 sang er die Rolle des Sprecher in einer CD-Produktion von Mozarts ZAUBERFLÖTE unter Györivány Ráth György mit dem Orchester der Staatsoper Budapest. 2006 übernahm er bei der Erstaufnahme der Markus-Passion von C. Ph. E. Bach (Capriccio) die Partie des Jesus. 2008 folgte die Ersteinspielung von Friedhelm Döhls CELAN-LIEDERN (Dreyer - Gaido) mit dem Komponisten am Klavier, 2009 die Ersteinspielung von ANSELM HÜTTENBRENNER-LIEDERN beim ORF (Gramola, mit Charles Spencer am Klavier).

Ulf Bästlein leitet regelmäßig im In- wie Ausland Meisterkurse zu den Themenkreisen Lied - Oratorium - Oper und gründete in Zusammenarbeit mit dem Pianisten Charles Spencer in Husum (Schleswig-Holstein) ein Lied-Festival. Beide Künstler treten häufig mit unterschiedlichsten Liedprogrammen gemeinsam an die Öffentlichkeit.

 

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