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Herrenchiemsee Festpiele

Gerard Quinn, Kavalierbariton

Gerard Quinn wurde in Irvine als Sohn irisch-schottischer Eltern geboren. Er begann seine gesangliche Ausbildung an der Royal Northern Musikhochschule in Manchester. Gesponsert von der "Peter Moore Stiftung" konnte er seine Studien am Nationalen Opern Studio in London und Wien bei Otto Edelmann fortsetzen.

Sein Opern-Debut gab er als Rigoletto für die English Touring Opera. Noch im selben Jahr debutierte er außerdem beim Glyndebourne Festival, der Glyndebourne Touring Opera und der Buxton Festival Opera. An der Welsh National Opera sang er Enrico/Lucia di Lammermoor, Germont/La traviata, Tonio/I pagliacci, Alfio/Cavalleria rusticana und Peter/Hänsel und Gretel. Er gastierte an der Royal Opera Covent Garden in La traviata, Don Carlo, I masnadieri, Cherubin und Les Huguenots. An der Bath Opera, der Wessex Opera und für die English Touring Opera sang er Marcello/La bohème und Zurga/Les pêcheurs des perles.

In Großbritannien gestaltete er nicht nur die Titelpartien von Simone Boccanegra, Nabucco, Don Giovanni, Eugene Onegin und Gianni Schicchi, sondern auch Conte di Luna/Il trovatore, Michele/Il tabarro, Ford/Falstaff, Sharpless/Madama Butterfly und Almaviva/Le nozze di Figaro.

Er arbeitete mit Dirigenten wie Sir Alexander Gibson, Sir Charles Groves, Bernard Haitink, John Mauceri, Carlo Rizzi und Gennadi Rozhdestvensky und mit Regisseuren wie Tim Alberry, John Copley, John Dew, Sir Peter Hall, Richard Jones, Jonathan Miller und Elijah Moshinsky.

Zu Gerard Quinns Preisen zählen die ersten Preise der Holland Park/American Express für herausragende Talente der Oper für seine Verkörperung des Renato in Un ballo in maschera, sowie des internationalen Belcanto Duett Wettbewerbs Antwerpen, den er zusammen mit seiner Frau, der Sopranistin Heather Lorimer, gewann.

In den letzten Jahren hat Gerard Quinn sich auf die großen Verdipartien seines Fachs spezialisiert. Von den inzwischen 16 Opern, die er sich zusammen mit einem der größten Verdi-Dirigenten der heutigen Zeit, Sir Edward Downes, erarbeitet hat, hat er bereits Macbeth, Francesco/I masnadieri , Giacomo/Giovanna d'Arco und Egberto/Aroldo unter der Leitung des Maestro aufgeführt.

Gerard Quinn ist auch ein gefragter Konzertsänger. Zu seinem Repertoire zählen neben Beethoven 9. Symphonie, Orff Carmina burana, Mendelssohn Elias, Fauré Requiem und Brahms Requiem vor allem die großen englischsprachigen Werke wie Britten War Requiem, Elgar The Dream of Gerontius, Walton Belshazzars Feast und Vaughn Williams A Sea Symphony oder Five Mystical Songs. Zahlreiche Aufnahmen und Radiomitschnitte dokumentieren seine Karriere.

Seit 1998 lebt Gerard Quinn mit seiner Familie in Deutschland. Er war zunächst Ensemblemitglied am Theater Osnabrück und ist seit 2001 am Theater Lübeck fest engagiert. Gastverträge führten ihn an die Opernhäuser von Stuttgart, Hannover, Nürnberg, Wuppertal, und Kiel, wo er u.a. als Germont, Sharpless, Giacomo, Rigoletto, Renato, Rodrigo, Iago/Otello, Amonasro/Aida, Conte di Luna, Carlo/Ernani, Monforte/I vespri siciliani, Scarpia/Tosca, Eugene Onegin, Don Giovanni, Marcello, Michele, Gianni Schicchi, Figaro/Il barbiere di Siviglia) und Kowaljof/Die Nase auftrat.

Seit 2008 hat Gerard Quinn einen Lehrauftrag für Gesang an der Musikhochschule Lübeck inne.

 

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