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Herrenchiemsee Festpiele



Hanno Müller-Brachmann, Bassbariton

Der Bassbariton Hanno Müller-Brachmann ist als Lied-, Konzert-, und Opernsänger international gefragt und arbeitet mit vielen bedeutenden Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit zusammen, etwa mit Sir Simon Rattle, Bernard Haitink, Herbert Blomstedt, Iván Fischer, Christian Thielemann, Andris Nelsons, Christoph von Dohnanyi, Riccardo Chailly, Daniel Harding, Enoch zu Guttenberg, Franz Welser-Möst oder Charles Dutoit sowie in der Vergangenheit mit Nikolaus Harnoncourt, Claudio Abbado, Lorin Maazel, Kurt Masur oder Sir Neville Marriner. Er kann auf musikalische Erfahrungen mit Orchestern wie den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Boston, Chicago und San Francisco Symphony Orchestra, dem New York, Los Angeles und London Philharmonic Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Concertgebouw Orkest Amsterdam sowie der Dresdner und der Berliner Staatskapelle zurückblicken. Preisgekrönte Aufnahmen dokumentieren seine Arbeit.

Als Kind in der „Knabenkantorei Basel“ ausgebildet, war Hanno Müller-Brachmann sehr früh als Konzertsänger gefragt: Der RIAS Kammerchor unter Marcus Creed, La Chapelle Royale unter Philippe Herreweghe oder The English Barock Soloists unter Sir John Elliott Gardiner sind dabei einige seiner Partner.

Noch während des Studiums wurde er von Daniel Barenboim in das Ensemble der Berliner Staatsoper aufgenommen, wo er die großen Mozartpartien seines Fachs, aber auch Orest (Elektra), Amfortas (Parsifal) oder Wotan (Rheingold) unter Barenboims Leitung sang. Unter Michael Gielen und Sir Simon Rattle hörte man ihn dort auch als Golaud (Pelléas et Mélisande). Außerdem konnte er hier mit Gustavo Dudamel, Sebastian Weigle und Philippe Jordan arbeiten. Es folgten Gastverträge in San Francisco, Madrid, Sevilla, Modena sowie an den Staatsopern in Wien, München und Hamburg. Mit der amerikanischen Erstaufführung von Elliott Carters Oper What next? gab er im Jahr 2000 sein Debüt in der New Yorker Carnegie Hall. Weitere Uraufführungen waren die Oper Faustus - the last night von Pascal Dusapin und der Liederzyklus Lieder von einer Insel von Otfried Büsing an der Berliner Staatsoper, ein Liederzyklus von Manzoni anlässlich Claudio Abbados 75. Geburtstag bei den Berliner Philharmonikern sowie Uraufführung von Wolfgang Rihms Requiem-Strophen unter dem Dirigat von Mariss Jansons mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in München und dessen Schweizerischen Erstaufführung bei den Osterfestspielen Luzern.

Neben dem Konzert- und Operngesang besitzt Hanno Müller-Brachmann zudem eine große Leidenschaft für das Lied. Bei seinem Lieddebut in der Londoner Wigmore Hall war András Schiff sein Partner, mit dem ihn eine langjährige Zusammenarbeit verbindet. So war der Sänger mehrfach zu Gast bei den von András Schiff ausgerichteten Kammermusikfestivals in Ittingen (CH) und Vicenza (I) und regelmäßig Partner der „Capella Andrea Barca“. Außerdem gaben sie gemeinsame Liederabende in Hitzacker, den Konzerthäusern Freiburg und Wien und der Berliner Philharmonie. Weitere Liedpartner sind Hartmut Höll, Malcolm Martineau, Hendrik Heilmann, Eric Schneider, Philippe Jordan oder Daniel Barenboim.

Höhepunkte der Saison 17/18 sind die Wiedereinladungen zu den Berliner Philharmonikern („Schlaues Füchslein“ von Janácek in der Regie von Peter Sellars unter dem Dirigat von Sir Simon Rattle), dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks („Ein deutsches Requiem“ von Brahms unter Bernard Haitink in München und Hamburg), zum Chamber Orchestra of Europe („Lieder aus des Knaben Wunderhorn“ von Mahler im Concertgebouw Amsterdam und in der Philharmonie Luxembourg unter Bernard Haitink), sowie zur letzten Saison von Iván Fischer als GMD des Berliner Konzerthauses in Mozarts Requiem und Beethovens 9. Sinfonie. Unter dem Dirigat von Adam Fischer wird man den Bassbariton in Mahlers 8. Sinfonie in Düsseldorf hören. Ein weiteres Highlight ist die Veröffentlichung einer CD mit Liedern und Kammermusikwerken von Rudi Stephan bei Sony Classical im Juli 2017.

In Südbaden aufgewachsen, begann Hanno Müller-Brachmann seine musikalische Ausbildung als Kind bei der Knabenkantorei Basel. Er studierte in Freiburg bei Prof. Ingeborg Most, in Mannheim bei Prof. Rudolf Piernay und besuchte in Berlin die Liedklasse von Prof. Dietrich Fischer-Dieskau. Heute lehrt er als Professor an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. Der dreifache Vater ist Juror internationaler Wettbewerbe und setzt sich nachdrücklich für den Erhalt und die Verbesserung der musikalischen Bildung in Deutschland ein.

 

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