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Herrenchiemsee Festpiele



Giuliano Carmignola

Als Meister sowohl auf der Barock- als auch auf der modernen Geige begann Giuliano Carmignolas künstlerische Laufbahn zunächst mit Preisen wie bei dem nationalen Geigenwettbewerb "Premio Città di Vittorio Veneto" 1971. Der in Treviso geborene Geiger Giuliano Carmignola studierte zunächst bei seinem Vater, später bei Luigi Ferro, dann bei Nathan Milstein und Franco Gulli an der Accademia Chigiana sowie bei Henryk Szeryng am Konservatorium in Genua. Schon zu Beginn seiner solistischen Karriere trat Giuliano Carmignola in den wichtigsten, internationalen Konzertsälen auf und arbeitete mit musikalischen Größen wie Claudio Abbado, Giovanni Antonini, Ivor Bolton, Frans Brüggen, Ottavio Dantone, Richard Egarr, Daniele Gatti, Christopher Hogwood, Eliahu Inbal, Peter Maag, Andrea Marcon, Umberto Benedetti Michelangeli, Trevor Pinnok, Giuseppe Sinopoli zusammen.

Von 1978 bis 1985 war Giuliano Carmignola Konzertmeister im Orchester des Theaters La Fenice. Seine Zusammenarbeit zunächst mit den Sonatori de la Gioiosa Marca und nun mit dem Venice Baroque Orchestra hat Carmignola zur Leitfigur des barocken Violinstils, vor allem der italienischen Musik des 18. Jahrhunderts, gemacht. Über viele Jahre hinweg konzertiert(e) er außerdem mit dem Ensemble Virtuosi di Roma, Concerto Köln, Orchestra da Camera Mantova, Orchestra Mozart, Orchestre des Champs-Elysées, dem Kammerorchester Basel, Il Giardino Armonico, Zürich Chamber Orchestra, Academy of Ancient Music, der Accademia Bizantina u.a.
Giuliano Carmignola ist seit 2004 exklusiv bei der Deutschen Grammophon unter Vertrag. Aufnahmen von ihm erschienen außerdem bei bei Erato, Divox Antiqua sowie Sony. Unter seinen Aufnahmen sind besonders hervorzuheben: „Concerti per due Violini“ von Antonio Vivaldi mit dem Venice Baroque Orchestra und Viktoria Mullova (DG); die Einspielung der kompletten Mozartkonzerte zusammen mit Claudio Abbado und dem Orchestra Mozart (DG); Haydn „Violin Konzerte“ mit dem Orchestre des Champs-Elysées (DG), „Vivaldi con moto“ mit der Accademia Bizantina unter der Leitung von Ottavio Dantone (DG). Seine letzte CD „Bach: Violin Concertos“ nahm er 2014 zusammen mit Concerto Köln auf (ARCHIV DG). Die Einspielung erhielt 2015 einen „Diapason d’Or“. Im September 2015 erschien die aktuelle CD von Giuliano Carmignola: Zusammen mit dem Kammerorchester Basel (Ltg. Giovanni Antonini), Sol Gabetta und Dejan Lazic nahm er Beethovens Tripelkonzert auf (SONY).

Als Dozent war Giuliano Carmignola mehr als zehn Jahre am Konservatorium in Venedig tätig. Außerdem unterrichtete er an der Accademia Musicale Chigiana in Siena. Aktuell lehrt er an der Hochschule Luzern. Giuliano Carmignola ist Träger der Auszeichnungen „Academician of the Royal Philharmonic Academy Bologna“ sowie des „Academician of Santa Cecilia“.
Giuliano Carmignola spielt auf folgenden Instrumenten: Pietro Guarnieri, Venezia 1733 und Florenus Guidantus, Bologna 1739 (für barocke Musik und anderes Repertoire).

 

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